Mototherapie * Motopädagogik * Motogeragogik * Tiergestützte Therapie * Tiergestützte Interventionen

Tiergestützte Therapie und Tiergestützte Interventionen

Definition Tiergestützte Interventionen / Tiergestützte Therapie

Mit zunehmender Anzahl an Tiergestützten Angeboten gibt es inzwischen eine Vielzahl von Begriffen für diese Tätigkeit, die es schwierig macht die Qualität der Angebote zu vergleichen. In Fachkreisen hat sich inzwischen der Begriff der "Tiergestützten Interventionen" (TGI) als Oberbegriff für die verschiedenen Bereiche durchgesetzt.    

Die internationale Dachorganisation IAHAIO ("International Association of Human-Animal Interaction Organizations") hat 2013 eine Arbeitsgruppe gegründet, um einheitliche Definitionen zu erstellen. Sie empfiehlt allen Mitgliedern diese Definitionen und Richtlinien zu übernehmen und wortwörtlich wiederzugeben:

 "Eine tiergestützte Intervention ist eine zielgerichtete und strukturierte Intervention, die bewusst Tiere in Gesundheitsfürsorge, Pädagogik und sozialer Arbeit einbezieht und integriert, um therapeutische Verbesserungen bei Menschen zu erreichen. Tiergestützte Interventionen beziehen Teams von Mensch und Tier in formale Ansätze wie Tiergestützte Therapie (TGT) und Tiergestützte Pädagogik (TGP) ein, unter bestimmten Voraussetzungen auch Tiergestützte Aktivitäten (TGA)" (IAHAIO Weissbuch 2014).

Die verschiedenen Bereiche der Tiergestützten Interventionen sind der beruflichen Qualifizierung und dem beruflichen Fachgebiet des Anbieters zuzuordnen. Das Tier alleine kann nicht therapieren, sondern "nur" als Unterstützer für den Therapeuten wirken. Daher lautet die korrekte Bezeichnung eines Hundes in der Therapie nicht "Therapiehund", sondern "Therapiebegleithund". 


Unsere Einsatzbereiche

Unsere Hunde Lucky und Lounes unterstützen mich in meiner Arbeit als Motopädin im Bereich der Mototherapie, der Motopädagogik und der Motogeragogik.

Wir arbeiten mobil und kommen zu Ihnen in den Kindergarten, in die Schule, in das Senioren- und/oder Pflegeheim oder in andere Einrichtungen.


Besondere Wirkungen des Hundes sind…

Dürfte ich nur 3 besondere Wirkungen des Hundes in der Therapie nennen, würde ich sagen:

Eisbrecher - Motivater - Spaßvermittler

Insbesondere in der Arbeit mit dementen Senioren, aber auch bei in sich verschlossenen, schüchternen oder traumsatisierten Kindern ist der Hund ein wahrer Eisbrecher. Er bringt erstaunlich schnell ein Lächeln hervor und dient damit als Türöffner für den Therapeuten. Als Motivator verhilft er Senioren zu Bewegungen, zu denen sie eigentlich nicht mehr zu motivieren sind. Kinder werden zu besseren Schulleistungen motiviert und sind stolz darauf etwas für den Hund tun zu dürfen. Und alle Beteiligten sind sich einig, dass der Hund wahre Freude bringt!         Der Hund - unser Helfer auf vier Pfoten


> Im Bereich der Wahrnehmung

  • Steigerung der Selbstwahrnehmung,                                                                               z.b. beim Geben von Kommandos
  •  Erfahrung der Körperhaltung und Körpersprache, da der Hund hierauf besonders achtet


> Im Bereich der Bewegung

  • Verbesserung der Grob- und Feinmotorik                                                                       z.B. beim Bürsten des Hundes oder beim Verstecken von Leckerchen
  • gezieltes positives Ausleben von Bewegungsdrang und gesteigerter Aktivität,                gemeinsam mit dem Hund
  • Körperkoordination                                                                                                        z.B. beim Bewegungsparcour mit dem Hund


> Im Bereich des Verhaltens

  • Förderung sozialer Kontakte                                                                                           z.b. durch Gespräche über den Hund
  • Aufbau von Beziehungsfähigkeit, der Hund als treuer Freund, bei dem sich viele "schwierige" Kinder oft von einer ganz anderen Seite zeigen
  • Förderung von Sensibilität, die Partnerschaft mit dem Hund sensibilisiert für den Nächsten
  • Entwicklung und Stärkung von Verantwortungsbewusstsein, wir überlegen gemeinsam was der Hund benötigt um sich wohlzufühlen und verteilen entsprechende Aufgaben


> Im Bereich der Kognition und Emotion

  • stiller Psychiater > Der Hund weiß ohne Worte, wie es den Menschen geht
  • Stärkung des Selbstbewusstseins durch positive Erfahrungen mit dem Hund,                         z.B. beim Einstudieren von Tricks
  • Motivation
  • Entspannung, Stressabbau
  • Überwinden von Ängsten, z.B. Ängste vor körperlicher Nähe

 

          und natürlich alle Förderziele, die wir mit der Mototherapie verfolgen ..a


"Tiere sind die besten Freunde.

Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht."

-Mark Twain-